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The Holy Bible · Luther’s September Testament (1522) · Chapter 60

John · Chapter 5

Luther’s September Testament (1522) · chapter 60 of 213 · about 11 min

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Wer an den son glewbt, der hat das ewige leben, wer dem son nicht glewbt, der wirt das leben nit sehen, sondern der zorn Gottis bleybt vber yhm Das vierd Capitel. Da nu Jhesus ynnen ward, das fur die phariseer komen war, wie Jhesus mehr iunger machet vnnd teuffet, denn Johannes (wie wol Jhesus selber nit tauffet, sondern seyne iunger) verließ er das land Judea, vnd zog widder ynn Gallilean, Er muste aber durch Samarien reysen, da kam er ynn eyne stadt Samarie, Gene. 48 die heyst Sichar, nahe bey dem feld, das Jacob seynem son Joseph gab, Es war aber dasselbs Jacobs brun, Da nu Jhesus mude war von der reyße, satzt er sich also auff den brun, vnd es war vmb die sechste stund.

Da kompt eyn weyb von Samaria, wasser zu schepffen, Jhesus spricht zu yhr, gib myr trincken, denn seyne iunger waren hyn gangen ynn die stadt, das sie speyß keufften, spricht nu das Samaritisch weyb zu yhm, wie bittestu von myr trincken, so du eyn Jude bist, vnd ich eyn Samaritisch weyb? Denn [ 338] die Juden haben keyne gemeynschafft mit den Samariternn, Jhesus antwort vnd sprach zu yhr, wenn du erkentist die gabe Gottis, vnd wer der ist, der zu dyr saget, gib myr trincken, du betest yhn, vnd er gebe dyr lebendigs wasser, Spricht zu [ 142] yhm das weyb, Herre, hastu doch nichts, da mit du schepffest, vnd der brun ist tieff, woher hastu denn lebendig wasser?

Bistu mehr denn vnser vater Jacob, der vns disen brun geben hatt? vnd er hat draus truncken vnd seyne kinder vnd seyn weyde viech.

Jhesus antwort vnd sprach zu yhr, Wer des wassers trinckt, den wirt wider dursten, wer aber des wassers trincken wirt, das ich yhm gebe, den wirt ewiglich nicht dursten, sondern das wasser, das ich yhm geben werde, das wirt ynn yhm eyn brun des wassers werden, das ynn das ewige leben quillet, Spricht das weyb zu yhm, Herre, gib myr das selbige wasser, auff das mich nicht durste, das ich nicht her komen musse zu schepffen, Jhesus spricht zu yhr, gang hyn, ruff deynem man, vnd kum her, Das weyb antwort vnd sprach, ich hab keynen man, Jhesus spricht zu yhr, du hast recht gesagt, ich habe keynen man, funff menner hastu gehabt, vnd den du nu hast, der ist nicht deyn man, da hastu recht gesagt.

Das weyb spricht zu yhm, Herre, ich sehe, das du eyn prophet bist, Vnser veter haben auff disem berge anbettet, vnd yhr saget, zu Jerusalem sey die stett, da man anbeten solle, Jhesus spricht zu yhr, weyb, glewbe myr, Es kompt die zeyt, das yhr, widder auff disem berge, noch zu Jerusalem werdet den vater anbeten, yhr wisset nit was yhr anbettet, wyr wissen aber was wir anbeten, Denn das heyl kompt von den Juden, Aber es kompt die zeyt, vnd ist schon itzt, das die warhafftigen anbeter werden den vatter anbeten ym geyst vnnd ynn der warheyt, denn der vater will auch haben, die yhn also anbeten, Gott ist eyn geyst, vnd die yhn anbeten, die mussen yhn ym geyst vnnd ynn der warheyt anbeten.

Spricht das weyb zu yhm, Jch weys, das Messias kompt, der da Christus heyst, wenn der selbe komen wirt, so wirt ers vns alles verkundigen, Jhesus spricht zu yhr, ich byns, der mit dyr redet, Vnd vbir dem kamen seyne iunger, vnd es nam sie wunder, das er mit eym weybe redet, doch sprach niemant, was fragistu, odder was redistu mit yhr, Da lies das weyb yhren krug stehen, vnd gieng hyn ynn die stad, vnd spricht zu den leutten, komet, sehet eynen menschen, der myr gesaget hat, alles was ich than habe, ob er nicht Christus sey? da giengen sie aus der stad vnd komen zu yhm.

Jn des aber ermaneten yhn die iunger vnd sprachen, meyster, ysß, Er aber sprach zu yhn, Jch hab eyne speyß (Seyn speyße) Seyn speyße, ist des vatters willen thun, des vatters willen aber, ist, das durch seyn leyden das Euangelion ynn alle wellt predigt wurd, das war nu fur handen gleych wie datzu mal die erndte nah war. zu essen, da wisset yhr nit von, Da [ 340] sprachen die iunger vnternander, hat yhm yemant zu essen bracht?

Jhesus spricht zu yhn, Meyn speyße ist die, das ich thue den willen des, der mich gesand hat, vnd vollende seyn werck, Saget yhr nit selber, Es sind noch vier monde, ßo kompt die erndte? sihe ich sage euch, hebt ewr augen auff, vnd sehet ynn das feld, Denn es ist schon weys zur erndte, Vnd wer da schneytt, der empfehet lohn, vnd samlet frucht zum ewigen leben, auff das sich miteynander frewen der da seet vnd der da schneytt, Denn hie ist der spruch war, diser seet, eyn ander schneytt, ich habe euch gesand zu schneytten, das yhr nit habt geerbeytet, Andere haben geerbeyttet, vnd yhr seyt ynn yhre erbeyt komen.

Es glewbten aber an yhn viel der Samariter aus der selben stad vmb des weybs rede willen, wilchs da zeugete, Er hat myr gesagt alles [ 143] was ich than habe, Als nu die Samariter zu yhm kamen, baten sie yhn, das er bey yhn bliebe, vnnd er bleyb zween tage da, vnd viel mehr glewbten vmb seynes worttis willen, vnnd sprachen zum weybe, Wyr glawben nu furt nit vmb deyner rede willen, wyr haben selber gehoret vnd erkennet, das diser ist warlich Christus der wellt heyland.

Matth. 13 Marci. 6 Luce. 4 Aber nach zween tagen zoch er aus, vnd zoch ynn Gallilean, denn er selber Jhesus zeugete, das eyn prophet da heym nichts gillt, Da er nu ynn Gallilean kam, namen yhn die Gallileer auff, die gesehen hatten alles was er zu Jerusalem auffs fest than hatte, vnd Jhesus kam aber mal gen Cana ynn Gallilea, da er das wasser hatte zu weyn gemacht.

Vnd es war eyn konigischer, des son lag kranck zu Capernaum, diser horet das Jhesus kam von Judea ynn Gallilean, vnd gieng hyn zu ym vnd bat yhn, das er hynab keme, vnd hulffe seynem son, denn er lag tod kranck, vnd Jhesus sprach zu yhm, Wenn yhr nit zeychen vnd wunder sehet, so glewbt yhr nicht, Der konigisch sprach zu yhm, Herre, kom hynab, ehe denn meyn kind stirbt, Jhesus spricht zu yhm, gang hyn, deyn son lebet, Der mensche gleubte dem wort, das Jhesus zu yhm saget, vnd gieng hyn, Vnd ynn dem er hynab gieng, begegneten yhm seyne knecht, verkundigeten yhm, vnd sprachen, deyn kind lebet, Da forschet er von yhn die stund, ynn wilcher es besser mit yhm worden war, vnd sie sprachen zu yhm, gistern vmb die siebende stund, verlies yhn das fiber, da merckt der vater, das vmb die stund were, ynn wilcher Jhesus zu yhm gesagt hatte, deyn son lebet, vnd er glewbt mit seynem gantzen haus, Das ist das ander zeychen, das Jhesus thet, da er von Judea ynn Gallilean kam. [ 342] Das funfft Capitel.

Darnach war eyn fest der Juden, vnd Jhesus zoch hyn auff gen Jerusalem, 2 Es ist aber zu Jerusalem bey dem schlacht haus eyn teych, der heyst auff hebreisch Bethseda, vnd hatt funff halle, 3 ynn wilchen lagen viel krancken, blinden, lahmen, durren, die warteten, wenn sich das wasser bewegt, 4 Denn der Engel steyg erab zu seyner zeyt ynn den teych, vnd bewegt das wasser, wilcher nu der erst, nach dem das wasser bewegt war, hyneyn steyg, der ward gesund, mit wilcherley seuche er behafft war, 5 Es war aber eyn mensch daselbs, acht vnd dreyssig iar kranck gelegen, 6 da Jhesus den selben sahe ligen, vnd vernam, das er so lang gelegen war, spricht er zu yhm, Wiltu gesund werden? 7 der krancke antwort yhm, Herre, ich habe keynen menschen, wenn das wasser sich bewegt, der mich ynn den teych lasse, vnd wenn ich kome, so steyget eyn ander fur myr hyneyn. 8 Jhesus spricht zu yhm, stand auff, nym deyn bette vnd gehe hyn, 9 vnd also bald ward der mensch gesund, vnd nam seyn bette, vnd gieng hyn, Es war aber des selben tags der sabbath, 10 da sprachen die Juden zu dem, der gesund war worden, Es ist heut sabbath, Es zympt dyr nit das bette zu tragen, 11 Er antwort yhn, Der mich gesund machet, der sprach, nym deyn bett vnd gang hyn, 12 Da fragten sie yhn, Wer ist der mensche, der zu dyr saget hat, nym deyn bette vnd gang hyn? 13 Der aber gesund war worden, wuste nicht wer er war, denn Jhesus war gewichen, drumb das viel volcks da war. 14 Darnach fand yhn Jhesus ym tempel, vnd sprach zu yhm, sihe zu [ 144] du bist gesund worden, sundige fort nit mehr, das dyr nit etwas ergers widerfare, 15 Der mensch gieng hyn, vnd verkundigets den Juden, es sey Jhesus, der yhn gesund gemacht hab, 16 darumb, verfolgeten die Juden Jhesum, vnd trachten yhm nach, das sie yhn todten, das er solchs than hatte auff den Sabbath, 17 Jhesus aber antwort yhn, meyn vater wirckt bis her, vnd ich wircke auch, 18 Darumb trachten ym die Juden nu viel mehr nach, das sie yhn todten, das er nicht alleyn den Sabbath brach, sondern saget auch, Gott sey seyn vater, vnd machet sich selb Gott gleych. 19 Da antwort Jhesus vnnd sprach zu yhn, warlich warlich ich sage euch, Der son kan nichts von yhm selber thun, denn was er sihet den vater thun, [ 344] denn was der selbe thutt, das thutt gleych auch der son, 20 Der vater aber hatt den son lieb, vnd zeyget yhm alles, was er thut, vnd wirt yhm noch grosser werck zeygen, das yhr euch verwundern werdet, 21 Denn wie der vatter die todten auffwerckt vnnd macht sie lebend, also auch der son, macht lebendig wilche er will, 22 denn der vatter richtet niemant, sondern alles gericht hat er dem son geben, 23 auff das sie alle den son ehren, wie sie den vater ehren, Wer den son nicht ehret, der ehret den vater nicht, der yhn gesand hat, 24 Warlich warlich sage ich euch, wer meyn wort horet, vnd glewbet dem, der mich gesandt hat, der hatt das ewige leben, vnnd kompt nicht ynn das gericht, sonder er ist vom tod zum leben hyndurch drungen. 25 Warlich warlich sage ich euch, Es kompt die stund, vnd ist schon itzt, das die todten werden die stym des son Gottis horen, vnnd die sie horen werden, die werden leben, 26 denn, wie der vater das leben hatt ynn yhm selber, alßo hat er dem son geben das leben zu haben ynn yhm selber, 27 vnd hatt yhm macht geben, auch das gericht zu hallten, Matth. 25 (Des menschen son ist) Das gericht mus offentlich fur allen menschen gehalten werden, darumb mus der richer auch mensch seyn, den man sehen kunde, vnnd doch auch Gott, weyl er Gottis richt stuel besitzen soll. darumb das er des menschen son ist, 28 Verwundert euch des nit, Denn es kompt die stund, ynn welcher, alle die ynn den grebern sind, werden seyne stym horen, 29 vnd werden erfur gehen, die da gutts than haben zur aufferstehung des lebens, die aber vbels than haben, zur aufferstehung des gerichts. 30 Jch kan nichts von myr selber thun, wie ich hore, so richte ich, vnd meyn gericht ist gerecht, denn ich suche nit meynen willen, sondern des vatters willen, der mich gesand hat, 31 So ich von myr selb zeuge, so ist meyn zeugnis nit war, 32 Eyn ander ists, der von myr zeuget, vnd ich weys, das seyn zeugnis war ist, das er von myr zeuget. 33 Yhr schicktet zu Johannen, vnd er zeugete von der warheyt, 34 Jch aber neme nicht zeugnis von menschen, sondern solchs sage ich, auff das yhr selig werdet, 35 Er war eyn brennend vnd scheynend liecht, yhr aber wolltet eyn kleyn weyle frolich seyn von seynem liecht, 36 Jch aber habe eyn grosser zeugnis, denn Johanßes zeugnis, denn die werck, die myr der vater geben hat, das ich sie vollende, die selbigen werck, die ich thu, zeugen von myr, das mich der vater gesand habe, 37 vnd der vater der mich gesand hat, derselbige hatt von myr zeuget, Jhr habt nie widder seyne stym gehoret, noch seyne gestalt gesehen, 38 vnd seyn wort habt yhr nicht ynn euch wonend, denn yhr glewbet dem nicht, den er gesand hat. 39 Suchet ynn der schrifft, denn yhr meynet, yhr habt das leben drynnen, vnd sie ists, die von myr zeuget, 40 vnd yhr wolt nicht zu myr komen, [ 145] [ 346] das yhr das leben haben mochtet, 41 Jch neme nicht preys von den menschen, 42 Aber ich kenne euch, das yhr nicht Gottis liebe ynn euch habt, 43 Jch byn komen ynn meynes vatters namen, vnd yhr nemet mich nitt an, ßo eyn ander wirt ynn seynem eygen namen komen, den werdet yhr an nehmen, 44 wie kund yhr glewben, die yhr preys von eynander nemet, vnd den preys, der von Gott alleyne ist, sucht yhr nicht? 45 Yhr sollt nicht meynen, das ich euch fur dem vater verklagen werde Es ist eyner, der euch verklagt, der Moses, auff wilchen yhr hoffet, 46 Wenn yhr Mosi glewbtet, so glewbtet yhr auch myr, denn er hat von myr geschrieben, 47 so yhr aber seynen schrifften nicht glewbet, wie werdet yhr meynen worten glewben?

Das

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